Ein Haus, zwei Parties, dreitausend Bälle!


Endlich!

Adios Hostel, hallo zuhause.

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Nachdem Mario und ich nen kurzen Trip auf die Klippen am Coogee Beach gemacht, ein nettes Plätzchen zum chillen gefunden und uns eine lustige Zigarette bei schönstem Sonnenschein gegönnt hatten, haben wir uns ein Haus in der Nähe der Uni angeguckt und uns in vorfreudiger Übereifrigkeit gleich ma die zwei verfügbaren Zimmer reserviert. Zwar mussten wir beide noch eine Nacht im Backpacker-Partytempel verbringen, doch da wir uns die Butze gesichert hatten, war das auch kein Problem mehr. Meine Stimmung kam der kurz vor einem Orgasmus gleich und mein Gesichtsausdruck war wahrscheinlich auch ähnlich. Hab dieses dämliche Grinsen einfach nicht mehr aus meiner Fresse gekriegt (hoffe ich grinse nich kurz vor nem Orgasmus?!)

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Montag hatte ich dann meine erste Vorlesung (Globalisierung und Medienindustrie) welche unglaubliche 50 min gedauert hat. Den Rest der Woche hatte ich dann frei, da für mich erst ab der zweiten Woche Kurse anstehen. Nach dem unglaublich anstrengenden Tag in der Uni – wie gesagt, eine ganze Stunde – sind wir dann 10min zu unserem neuen zuhause gelaufen, haben den Mietvertrag unterschrieben, jeder einen Bond (sowat wie Pfand) von vier wöchentlichen Mieten gezahlt plus zwei Wochen Miete im Voraus und sind eingezogen. JEEEEEEEEHAAAAAAA… Ick muss hier 180$ pro Woche zahlen, also 720$ (ca. 400 Euronen) im Monat, was Für Sydney, wo die Mieten ungefähr auf Münchener SchickieMickie Niveau sind, gar nicht so übel ist. Das Haus jedenfalls ist 1908 erbaut, also 101 Jahre alt, was für Australien ungefähr so is, als ob ich in Deutschland in nem Haus wohnen würde, was zu Zeiten der römischen Besetzung Germaniens im Teutoburger Wald erbaut worden wäre. Oldschool, mo’fuckaaaah. Doch nich nur das Haus ist super, wir haben auch noch glücklicherweise zwei australische Mitbewohner erwischt, Luke und Sam. Sam heißt Fritz mit Nachnamen und studiert lustigerweise auch Politik und Englisch, Luke studiert Bioinformatik und seinem Vater gehört das Haus sowie eine 14 acres Farm ne Stunde westlich von Sydney. Außerdem hat Luke bei sich zuhause (also bei seinen Eltern) n eigenen Tennisplatz und auch Sam’s Eltern scheinen Kohle zu haben. Für Sylvester hat Luke schon ne dicke Sause bei sich zuhause angekündigt – hach, endlich die Luft der Elite schnuppern, super.

Die erste Nacht wurde dann gleich gebührend gefeiert mit jeder Menge Harvey Wallbanger (Vodka, Galliano, O-Saft, danke Anna & Lisa für das „Rezept“), Rum, Bier und Wein – meinen Kopf am nächsten Morgen könnt ihr euch bei dem Mix ja sicherlich gut vorstellen. Um halb zwölf haben wir dann Abendessen gemacht und zu meinem Erstaunen essen Sam & Luke recht gesund, was nicht auf alle Australier zutrifft. Es gabe Reis mit Curry & Huhn. Um eins, als wir Männer gerade Monopoly gespielt haben, kamen dann noch zwei Australierinnen, die auch ordentlich einen im Dach hatten und meiner Meinung nach etwas seltsam waren. Die eine meinte z.B. sie sei Presbetarierin oder so (irgendne Christen-sub-gruppe) und auf die Frage, was das denn sei, antwortete sie: „Keine Ahnung“. Zum Monopoly muss ich sagen, dass wir jedes Mal wenn einer über Los gegangen ist vier Runden Texas Hold’em gespielt haben, mit dem Monopoly Spielgeld, wodurch ich zu unsagbaren Reichtum gelangte. Ich glaube es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich beim Monopoly spielen gewonnen habe, yessir. Irgendwann gings mir dann nich mehr so gut und ich hab mich aufgemacht, in die Heia. Herrlich, in meinem eigenen Bett in meinem eigenen Zimmer zu schlafen.

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Tags darauf hab ich mich dann verkatert aufn Weg inne Uni gemacht und umsonst gegessen, weil jeder Fachbereich und Sportclub hier wöchentlich n eigenen Barbecue veranstaltet. Dort hab ich mich dann erstmal im Tauchclub eingeschrieben um nen Tauchschein zu machen und im Sommer 19 Tage auf ne einsame Insel am Great Barrier Reef zu fahren und zu tauchen. Nach ca. 16 Würstchen mit Toast und Ketchup (wie gesagt, sehr gesund) gings zum „Exchange Student Welcome Besäufnis mit Fingerfood“. Aufgrund meines verkaterten Zustands hab ich nach zwei Bier (naja, vielleicht 5) die Notbremse gezogen und bin nach Hause gedackelt, wo Sam & Luke gerade ne Halo-session geschoben haben. Nach ner Stunde zocken, sind wir dann mit Luke’s Auto einkaufen gefahren. Das Ausparken aus der Einfahrt ist Luke nicht sonderlich leicht gefallen, aber nach 20 Versuchen (rückwärts, wieder n Stück vorwärts usw. und so fort) hat er’s dann geschafft. Dit lustige is, dass die hier im Supermarkt anna Kasse die Rechnung durch vier geteilt haben, sodass jeder von uns anteilig bezahlen konnte. Zurück zuhause gabs das übliche: Abendessen um halb zwölf, Bier, Vodka, Rum und Mariokart. Da ich mich auf die Semesterauftaktparty am nächsten Tag seelisch vorbereiten musste, hab ich mich entschlossen, früh ins Bett zu gehen (um 3…).

Morgens dann um 13.30h sind Mario und ich (Sam war ziemlich enttäuscht, dass ich nich Luigi heiße) ins Shoppingcenter gefahren um einige wichtige Dinge zu kaufen, unter anderem nen Fußball + Pumpe, Bettzeugs und Kopfkissen. Dann kamen Eva und Amaya, zwei Spanierinnen, als Piraten verkleidet zu uns ins Haus und wir haben etwas alkoholische Grundnahrungsmittel genossen. Das Motto der Semesterauftaktparty war: Pirates vs. Ninjas. Auch hier bin ich ohne Aufsehen eingelassen worden, der Ort des Geschehens war die uni-eigene Bar! Wo is denn bitte die Bar in der FU? Hab ich noch nie gesehen, diese deutschen Spaßbremsen. Nach 4 Stunden Happy hour und exzessivem zur Schau stellen meiner Dänzmoves sind wir dann nachhause, Afterparty feiern. Diesmal sind Sam & Luke „früh“ pennen gegangen und Mario, Eva und ich haben noch n paar hiphop Zigarettchen geraucht. Unglaublich, dieser Mario, bringt er doch einfach n bisschen „Schokolade“ mit nach Australien. Nachdem ich Eva mit Klebeband gefesselt und Mario überlassen hatte, bin ich alleine Richtung Traumwelt gewandert.

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Der einzige Nachteil an unserem neuen zuhause ist, dass wir vier Kerle sind, die nur Scheiße im Kopf haben. Die kleinen grünen Stressbällchen, die Mario und ich zu Fußbällen umfunktioniert haben, werden hier nämlich als tödliche Wurfgeschosse missbraucht und egal ob man grad nach Hause kommt, im Bett liegt und schläft oder von einer längeren wichtigen Sitzung auf Klo kommt, irgendjemand wartet immer nur darauf, dir sonen Ball mit aller Kraft in die Fresse zu pfeffern. Ganz nach dem Motto: „Live it!“. Dass Luke in nem Baseballverein spielt macht die Sache auch nicht einfacher! Aus den 6 Bällen, die Mario und ich emsig gesammelt, erbettelt und geklaut haben, sind innerhalb weniger Tage hunderte, ach, tausende geworden. Überall im Haus stolpert man über grüne Bällchen und dieses Jucken in den Fingern und die hämische Vorfreude auf ein verdutztes Gesicht machen die Lage in unserem Haus der im Nahen Osten ähnlich. KRIEG! Teams wurden geformt, Allianzen verraten, Nicht-Angriffspakte missachtet, heimtückische No-Look Würfe machen keinen Halt vor unschuldigen Zivilisten und Verwundete werden noch auf dem Boden liegend attackiert. Würden doch nur alle Konflikte dieser Welt mit kleinen grünen Schaumstoffbällen ausgetragen. Die USA als Supermacht würde dann mit ihren Vernichtungsmaschinen Bälle vom Himmel regnen lassen, die die Aufständischen sammeln und gegen die Besetzer einsetzen könnte. Ewiger Ballkrieg wäre die Folge, Verletzungen nur durch „über-Bälle-stolpern“ möglich. Auch die Rüstungsindustrie müsste man nur geringfügig ändern und voll auf die Produktion von runden Wurfgeschossen ausrichten und Kriege würden endlich fair werden – Manneskraft und Zielsicherheit vorausgesetzt (jaja, auch Mädchen können gut werfen….hahaha). Naja, gäbe es keine Männer, gäbe es ja angeblich keine Kriege. Außer natürlich, bei H&M is Schlussverkauf oder es ist gerade Menstruationsphase 😉

Wie ihr seht wird mein ekelhaftes Chauvi-Gehabe auch am Arsch der Welt weitergeführt, und ich muss sagen, der Arsch der Welt ist n verdammt geiler & knackiger mit nur einmal nachwackeln. Howdy.

Macht dem Leiden den Garaus,

Produziert nur noch das Runde,

Tragt den Krieg mit Bällen aus

anstatt dem ganzen Waffenschunde.

Kommt schon Leader macht dit so

Sonst versohl ick euch den Po.

Bis zum nächsten Mal

P

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6 Antworten to “Ein Haus, zwei Parties, dreitausend Bälle!”

  1. GUIDO Says:

    I just hope your liver can LIVE IT also!

    • pepe Says:

      hoff ich auch, aber es ist ja bewiesen, dass die leber böse ist und bestraft werden muss 😉
      alles gute nach moga, ich lerne hier schon fleißig spanisch für den nächsten inselbesuch…

  2. mutz Says:

    es beweist sich immer wieder: du kannst nur FELIX heißen!!!!
    dicken kuß

  3. katjes Says:

    Live it!!!

  4. Blömop. Says:

    man muss sich noch nicht sorgen machen oder? 😀

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